Auch das Jahr 2021 war leider ein weiteres „Corona-Jahr“ – geprägt von über weite Strecken fehlendem regulärem Unterricht, besonders bei den Jüngeren. Erfreulicherweise konnte den SchülerInnen in der Region Lingshed aber ein freiwilliger Unterricht angeboten werden. Mit Stolz und Freude können wir berichten, dass alle SchülerInnen die Prüfungen erfolgreich abgelegt haben und damit in die nächste höhere Klasse aufsteigen können.






Unser Koordinator vor Ort, Sonam Dorje, gab uns über die ständig wechselnde Situation an den Schulen in Indien bzw. in Ladakh folgenden Überblick:
Schulen ab der 9. Klasse aufwärts bis zur 12. Klasse sowie Colleges, Hochschulen und Universitäten waren ab März 2021 im Gegensatz zu 2020 meist geöffnet und Online-Unterricht funktionierte weitgehend. Die Klassen für jüngere Kinder ab der 8. Schulstufe und darunter (bis hin zum Kindergarten) wurden im März 2021 zunächst geöffnet, jedoch im Mai wegen steigender Coronazahlen wieder geschlossen. Nach den Sommerferien im Juli wurden sie im August wieder geöffnet, jedoch abermals im November geschlossen.
Es freut uns aber besonders, dass die LehrerInnen aus der Region Lingshed aus Eigeninitiative die Behörden um eine Sondergenehmigung baten, in den Dörfern Unterricht abhalten zu dürfen. Dadurch war es den Kindern auch möglich, die Prüfungen in Präsenz abzulegen. Dass alle SchülerInnen dabei erfolgreich waren, ist angesichts der schwierigen Situation besonders hervorzuheben.
Generell wird LehrerInnengehalt von der Regierung wegen des Onlineunterrichts weiterbezahlt. Aber in vielen entlegenen Regionen ist dies unrealistisch bzw. nicht möglich. Daher sind wir über den freiwilligen Unterricht der LehrerInnen in der Region Lingshed dankbar, der vorbildlich „coronakonform“ (Masken, Abstand, Desinfektionsmittel, Unterricht außerhalb der Klassenzimmer und im Freien) stattfand.