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2005 Lisbeth Brugner-Ayadi Patenkinder
Notizen von Lisbeth Brugner-Ayadi über ihren Projekteinsatz:

ImageEs war für mich eines der schönsten Erlebnisse, die Freude, das Engagement und die Begeisterung unserer Studentinnen und Studenten (dieser jungen Menschen) zu sehen.
Wir sind besonders stolz darauf, dass sich nun der Kreis unseres Bildungsprogramms zu schließen beginnt. Vom Kindergarten bis zur Universität haben wir jetzt Jugendliche begleitet, und eines unserer großen Ziele ist erreicht, wenn unser erster Universitätsabgänger ins Berufsleben einsteigt.

Ich möchte hier noch einmal allen unseren Sponsoren danken für ihre Unterstützung, denn  ohne Ihre/Eure Hilfe wäre diese Arbeit nicht möglich...              DANKE !!!


Ladakh ist sehr im Aufbruch/Umbruch. Viele junge gebildete Menschen sind notwendig, um die Zukunft von Ladakh zu gestalten, die Kultur zu wahren, den Westen mit Maß zu integrieren.
Es ist uns ein Anliegen, dass auch Frauen den Universitätsabschluss erreichen, um mitreden, mitgestalten zu können. Viele junge Frauen, besonders aus ärmeren Schichten heiraten früh und verzichten auf höhere Ausbildungen. Umso mehr sind wir stolz, dass einige unserer Studentinnen aus Lingshed das  Ziel einer Universitätsausbildung anstreben. Wir wünschen ihnen viel Freunde, Zuversicht und gutes Gelingen!


Dank:
  • Besonders möchte ich mich bei Greta bedanken, die privat in Ladakh war und mich bei vielen meiner Unternehmen begleitet hat
  • Außerdem bei Diskit und Rigzin, die sich aufopfernd um meine Gesundheit bemüht haben,
  • Und schließlich bei Sonam Thinless, einem unserer jungen Lehrer in Lingshed, der oft unser Reisebegleiter war und uns viele interessante Einblicke ins Ladakh - Leben gewährte und uns mit seinen Geschichten bei guter Laune hielt.

 30.09.05  Lisbeth Brugner-Ayadi

Tagebuchaufzeichnungen vom 13. August 2005:

ImageImageMit drei Bussen fuhren wir los. Die Internatsschüler (von 6 bis 18 Jahren) waren bester Laune, sangen und tanzten während der 4stündigen Fahrt im Bus und waren durch nichts zu bremsen. Die gute Laune steckte uns alle an.
Die Besichtigung der Klöster ist für sie ein besonderes Ereignis, weil sie kaum Gelegenheit haben, privat Ausflüge zu machen. Kulturprogramm steht nicht auf dem ladakhischen Lehrplan, deshalb sind diese von uns organisierten  Ausflüge immer ein "Highlight" für die Schüler. Sie freuen sich schon das ganze Jahr darauf.
Der Erzieher für die Buben, Mr. Norboo, von den Schülern liebevoll "Abale" (Vater)  genannt, betreut jetzt schon viele Jahre unsere Lingshedkinder.
Für die Mädchen ist heuer eine neue, junge Erzieherin, Mrs Padma, gekommen, die wir auch kennen lernen konnten.




ImageZu Mittag hielten wir in einem großen Obstgarten, der zum Kloster Rizong gehörte, ein Picknick ab. Das vorbereitete Essen wurde im Freien in riesigen Töpfen aufgewärmt, die großen Mädchen halfen alle bei der Zubereitung des Essens.
In der Zwischenzeit "plünderten" die anderen die Äpfel und Marillen von den Obstbäumen und spielten im Garten. Die Nonne, die hier wohnte, sah dem Treiben zwar etwas skeptisch zu, musste sich der ausgelassenen Stimmung jedoch auch beugen.
Beim Essen war der Hunger kaum zu stillen und ratzeputz waren die Töpfe leer und die Bäuche aller Anwesenden voll. Auch wir langten tüchtig zu, zumal das Essen sehr gut ("very tasty") schmeckte.
Auf der anschließenden Fahrt zum Kloster Alchi war es im Bus zum ersten Mal leise, weil die Hälfte der Kinder schlief.

In Alchi gab es  viele Besucher und ein Begrüßungskomitee, da ein sehr hoher Lama, Jadho Rinpoche,  erwartet wurde. Er war seit Wochen durch die Dörfer gereist, um Pujas (Gottesdienste) und teachings (Vorträge) abzuhalten. Er hatte auch Lingshed besucht, wo Irmi dabei sein konnte.
Leider konnten wir seine Ankunft nicht abwarten, da wir zurück nach Leh mussten. Es war schon dunkel, als wir im Internat ankamen und bei Tee und Biskuits diesen einmaligen Tag ausklingen ließen….

Lesen Sie den ausführlichen Projektbericht 2005 von Lisbeth Brugner-Ayadi über ihren Projekteinsatz.
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