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Häufig gestellte Fragen (FAQ) - und unsere Antworten...
1. Ist es nicht besser die Menschen in Lingshed in Ruhe zu lassen, bringt ihr nicht durch euer Projekt erst recht den "Westen" ins Dorf? Lingshed ist schon lange nicht mehr unter einem Glassturz. Die Menschen im Dorf bekommen sehr wohl alle Entwicklungen der modernen Welt mit. Vor allem durch Handelsreisen in die Hauptstadt Leh und vorbeiwandernde Touristen. Die heile Welt eines abgeschlossenen Dorfes gibt es nicht mehr. Der Prozess der Entwicklung hat in den städtischen Zentren von Ladakh voll eingesetzt. Die Menschen aus Lingshed blicken nun sehnsüchtig auf die Möglichkeiten in der Hauptstadt Leh. Vor allem ein Teil der Jugend will aus dem Dorf abwandern. Wir können diesen Prozess nicht verhindern, aber wollen den Menschen im Dorf durch eine gute Ausbildung bessere Chancen ermöglichen. Unser Anliegen für die Zukunft ist es, im Dorf selbst neue Erwerbsquellen aufzubauen. Das würde die Abwanderungstendenz vermindern.
2. Warum macht ihr dieses Projekt? Wir finden unsere Aktivitäten in Lingshed sinnvoll, zudem lieben wir den Himalaya und die tibetische Kultur und wollen uns für deren Erhaltung engagieren. Bei der Arbeit mit den Dorfleuten können auch wir sehr viel lernen, es ist ein gegenseitiger Austausch!
3. Wie finanziert ihr eure Aktivitäten? Wir leben von der Großzügigkeit von ca. 800 Spenderninnen und Spendern. Den erhöhten Aufwand für den Bau der Solarschule haben wir durch Sponsoring von Firmen, sowie Förderungen der öffentlichen Hand abdecken können. 4. Wovon leben die Menschen in Lingshed? Das Leben der Dorfbevölkerung ist äußerst karg! Hauptnahrungsmittel ist die auf den Feldern angebaute Gerste, die - geröstet als Tsampa -, zusammen mit dem Buttertee täglich gegessen wird. Dazu kommen Milchprodukte und das Fleisch von Yaks, Ziegen und Schafen.
5. Ist es sinnvoll, wenn ihr eure Patenkinder von den Familien wegbringt? Wir hoffen, dadurch in Zukunft qualitativ gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer in Lingshed zu haben. (Konkret hat sich das schon bei Padma Chozin und Tsewang Thinless erfüllt). Eine gute Schulausbildung (z.B. späterer Lehrerjob) ist dann auch eine finanzielle Hilfe für die ganze Familie. Ein Kind ins Internat in die Hauptstadt zu senden ist in Indien sehr stark verbreitet. Seit Jahrhunderten werden in Ladakh ja auch Kinder als Mönche in Klöster gegeben, um für die Familie Gutes zu bewirken. |