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Wegbegleiter
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... an alle, die uns auf dem Weg begleitet haben. Ohne eure Hilfe, eure Ideen und eure Kritik wären wir nicht so erfolgreich geworden. |
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 Ich bin Übersetzerin für Italienisch und war lange Jahre als Lehrerin tätig. Zur Zeit arbeite ich in Graz im Schloss Eggenberg als Guide. Mit Indien und speziell mit Ladakh beschäftige ich mich intensiv seit 1985. In diesem Jahr besuchte ich das damals noch sehr untouristische Ladakh zum ersten Mal. Als Mitbegründerin des Vereins Friends of Lingshed war ich 1996 in den Sommermonaten in Lingshed, um an der Dorfschule zu unterrichten und den Solarschulbau vorzubereiten. Von da an kehrte ich noch viele Male nach Ladakh zurück, um für das Projekt zu arbeiten. Von Herbst 2003 bis März 2010 war ich Obfrau des Vereins Friends of Lingshed. Die Arbeit für das Projekt - sowohl in Österreich als auch in Ladakh - machte mir viel Freude. Mein Anliegen ist es, Verbindungen zwischen Menschen zu schaffen. Ich sehe mich als Vermittlerin und Reisende zwischen den Kulturen. |
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 Der Gründer unseres Schulprojekts ist DI Christian Hlade. Er hat das Dorf Lingshed bei einer Trekkingtour im Jahr 1992 „entdeckt“. Im Rahmen seiner Diplomarbeit über Solares Bauen in Ladakh als Abschluss seines Studiums der Architektur beschloss er, eine Solarschule in Lingshed zu errichten. Von der Idee zur Ausführung gab es einen weiten Weg. Vor allem waren viele Gespräche mit den Dorfbewohnern und Mönchen nötig, um zu diskutieren, ob eine Schule wirklich gewünscht wurde. 1995 gelang es Christian, einen wichtigen Meilenstein zu setzen: ein Lehrer und eine Lehrerin aus dem Dorf wurden eingestellt. Damit war erstmals ein regelmäßiger Unterricht garantiert. Christian wollte diese Projekt auf jeden Fall im Einklang mit den Wünschen der Bevölkerung umsetzen. Dazu verbrachte er ab 1995 viele Monate vor Ort. Vor allem der gelehrte Mönch Geshe Ngawang Jangchup, der die Leute von Lingshed sehr gut kannte, war ein Befürworter von Schulbildung und dem Bau der Schule. Er konnte die Bevölkerung von der Wichtigkeit dieses Projektes überzeugen. Im Jahr 1998 waren die Vorgespräche abgeschlossen, die Schule konnte gebaut werden. Christian Hlade gründete den Verein Friends of Lingshed. Mit Diavorträgen und Fotoausstellungen sammelte er die ersten Spenden für das Schulprojekt. Im Jahr 2000 wurden die Bauarbeiten unter seiner Leitung ausgeführt und abgeschlossen. Das Schulgebäude konnte an die Bevölkerung von Lingshed übergeben werden. Im September 2003 übertrug Christian Hlade die Projektleitung an Greta Kostka, da ihm aufgrund beruflicher und familiärer Veränderung nicht mehr ausreichend Zeit zur Verfügung stand.
Christian über Lingshed: Nie mehr vergessen werde ich die erste Ankunft im Himalayadorf Lingshed vor über 15 Jahren. Es war wie ein "nach Hause kommen" in eine vertraute Umgebung. Ich habe mich dort spontan heimatlich gefühlt. Es war wie das Ankommen an einem Ort, den ich schon lange gesucht habe.TOP |
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 Unser Schulprojekt in Lingshed wäre ohne den gelehrten Lama, Freund und Berater Geshe Ngawang Jangchup, kurz Geshela – nicht denkbar. Mit 13 Jahren trat er, Sohn einer armen Bergbauernfamilie, in das Kloster von Lingshed ein. Später ging er nach Südindien, um zu studieren. Er schloss seine Studien mit dem Titel eines Lharampa Geshe (dem höchsten Grad in der Gelugpa-Tradition) ab und lehrte Buddhistische Philosophie an der Universität Drepung in Südindien. Jedes Jahr bis zum Jahr 2004 verbrachte Geshela einige Monate in Ladakh. In seinem Heimatort Lingshed widmete er sich nachhaltigen Entwicklungsprojekten, die der Bevölkerung vor Ort unmittelbar zugute kommen. Er förderte Naturheilerausbildungen, eine Kulturgruppe und gründete den ersten Elternverein. Geshela genießt in der Bevölkerung großes Ansehen. Das hat unsere Zusammenarbeit mit den Dorfbewohnern sehr erleichtert und uns viele Türen geöffnet. Er vermittelte der Bevölkerung anschaulich, welche Vorteile eine gute Schulbildung hat. Für ihn gilt: Spirituelle Erziehung und parallel dazu eine gute Schulausbildung. Geshelas Hauptprojekt ist das Nonnenkloster in Lingshed, das er gründete. Über 20 Mädchen und Frauen aus Lingshed, die sich entschlossen haben, buddhistische Nonnen zu werden, leben und lernen in Lingshed in einem neu erbauten Frauenkloster. Sein Wissen gab Geshela auch in Vorträgen und Retreats in Europa und den USA weiter. Geshela hat uns in Österreich dreimal besucht, in den Jahren 1997, 1999 und 2003. Er hielt Vorträge in den Buddhistischen Zentren in Graz und Wien und feierte gemeinsam mit uns das Tibetische Neujahr. Im Sommer 2004 verabschiedete sich Geshela von seiner aktiven Zeit in Ladakh und zog sich nach Bangalore zurück. All seine Projekte in Lingshed sind in die Selbständigkeit entlassen und leben weiter. Seit 2006 hat sich sein Leben grundlegend verändert. Er beschloss, seine Robe abzulegen und nun als Laie zu wirken. Wir bleiben mit ihm weiterhin in Freundschaft verbunden. Hier ein Brief von Geshela an uns (.doc, 21 kB) |
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Sonam Dorje ist der Koordinator unseres Projekts und ein ehrlicher Freund und Berater. Er wuchs als Bergbauernbub in sehr ärmlichen Verhältnissen auf in Yulchung, einem entlegenen Dorf unweit von Lingshed. Seine Mutter starb, als er noch ein Kind war, und sein Vater hätte ihn lieber zum Ziegenhüten behalten als in die Schule geschickt. Sonam hatte aber durch einen Förderer die Gelegenheit, in Choglamsar bei Leh eine buddhistische Schule zu besuchen und mit der Matura abzuschließen. Er war so erfolgreich, dass ihm vom Direktor dieser Schule eine Lehrerstelle angeboten wurde. Sonam aber wollte speziell etwas für sein Dorf tun und kehrte nach Yulchung und Lingshed zurück, wo er als Sekretär von Geshela arbeitete und ihn bei Entwicklungsprojekten unterstützte. Sonam hat ausgezeichnete Computerkenntnisse, er erledigte jahrelang den Briefverkehr und die Buchführung für Geshela und die Sponsoren in aller Welt. Als 1999 der Bau unserer Solarschule in Lingshed begonnen wurde trafen wir Sonam Dorje das erste Mal. Er half uns ehrenamtlich- das war für ihn selbstverständlich- und gab uns wertvolle Tipps, was die Gepflogenheiten in der Bevölkerung betrifft, egal ob es um die Anstellung neuer Lehrer und Lehrerinnen oder um den Kontakt zu den Mönchen ging. In manchen Fällen war er Vermittler in schwierigen Situationen. Seine Arbeit für uns wurde mit jedem Jahr umfangreicher und intensiver (2002 eröffnete er für uns ein Konto der Friends of Lingshed in Leh bei der State Bank of India). Von dem Zeitpunkt an, als Geshela 2004 seine Projekte in die Selbständigkeit entließ, hatte Sonam mehr Zeit für unser Projekt. Er ist nun als Koordinator fixer Mitarbeiter der Friends of Lingshed mit einem kleinen Gehalt. Wir luden ihn im Herbst 2004 zu uns nach Österreich ein So konnte er bei unserem Zehnjahresfest dabei sein und auch die europäische Welt und Lebensart kennen lernen. Wir besuchten mit ihm Schulen, Kindergärten und Betriebe. Ein besonderes Erlebnis für Sonam war auch das Franziskanerkloster in Graz und das Zusammentreffen mit Mönchen aus unserem christlichen Kulturkreis. Seit 2005 ist Sonam Dorje, der in der Region Lingshed wegen seiner Verlässlichkeit sehr beliebt ist, zum Counselor gewählt worden Eine verantwortungsvolle und zeitintensive Tätigkeit, die ihn zum Berater von 20 Dörfern mit insgesamt 3000 Menschen macht.
Zum Abschluss ein Auszug aus einem mail, das er uns nach seiner Ernennung zum Counselor schickte:
Now I am elected as a counselor in the Lingshed Constituency to work for this area region, villages and its people. This constituency is the remotes, backward and un-developed region in the Ladakh. This constituency consists of 20 villages from Wanla to Dipling and there are about 3000 populations. Now I have more responsibilities and a big burden on my shoulder for the welfare and long-term benefit of the people. It is a very important to work hard and put my efforts for the internal, external and infrastructure development for education, health, road construction, agriculture and livelihood the people in the villages and for the community. I pray the Lord Buddha will bless and give good courage to me that I can work hard and benefit honestly, sincerely and enthusiastically for the long-term benefits of the community and its people. I hope your supports and cooperaton always will be with me to benefit others.
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