Wir, die Friends of Lingshed, stehen den Menschen in Lingshed im Umgang mit den Einflüssen der westlichen Industrieländer zur Seite. Wir möchten ihnen durch eine gute Schulbildung helfen, ihr Selbstbewusstsein zu festigen, um der aktuellen Entwicklung in ihrem Land gerecht zu werden. Mit dem Potenzial lesen und schreiben zu können öffnet sich der Weg zur Information, Konfrontation und Diskussion! |
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Wir fördern in Ladakh Bildung für Kinder und Erwachsene unabhängig von Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer Anschauung, Herkunft, Geburt und Stand. Wir schaffen Rahmenbedingungen für Chancengleichheit auf Bildung. Wir erheben die Bedürfnisse vor Ort, geben Impulse und unterstützen die Menschen in Ladakh im Sinne einer eigenverantwortlichen Umsetzung und Wahrung der eigenen Identität und kulturellen Werte. Unser Bestreben ist es, die vorhandenen Ressourcen bewusst zu machen und deren Nutzung zu fördern sowie das Bewusstsein für die Bedeutung von Bildung zu erhöhen und Bildungsstandards zu heben. Wir unterstützen solche Interaktionen, die für alle einen Zugang zu den vorhandenen Ressourcen ermöglichen. Unsere Arbeit ist geprägt durch hohe gegenseitig Wertschätzung und beruht auf Teamgeist und einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit allen Personen und Institutionen, mit denen wir im Rahmen unserer Tätigkeit in Kontakt treten. Nachhaltigkeit unserer Arbeit ist das zentrale Anliegen des Vereins Friends of Lingshed. Im Sinne eines konstruktiven Kulturaustausches gewinnen wir mit unserer Arbeit Einblick in andere Kulturen, Religionen, Lebenstraditionen und sozialen und strukturellen Wandel. Dadurch können wir unsere eigenen Werte und Lebensvorstellungen reflektieren. Die ehrenamtliche Tätigkeit der Mitglieder und der sorgsame Umgang mit Spenden gewährleisten die Verwendung eines größtmöglichen Anteils derselben vor Ort.
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Der Anstoß zum Bau der Solarschule kam zwar aus dem Westen, aber auch den Dorfbewohnern selbst ist es ein Anliegen, ihren Kindern eine Schulausbildung zu ermöglichen.
Natürlich fiel es vielen Eltern nicht leicht, ihre Kinder, die bei der Feldarbeit und beim Ziegen- und Yakhüten, beim Brennmaterial sammeln und als Begleitung von Eselskarawanen sehr wichtige Hilfe leisteten, zu entbehren.
Da aber auch die Dorfleute merkten, dass mit dem Einbruch des Trekkingtourismus und dem bevorstehenden Ende der Isolation (eine Straße wird gebaut) neue Zeiten auf sie zukommen, wollten sie vorbereitet sein auf Veränderungen und Herausforderungen.
Geshe Ngawang Jangchup, der gelehrte Mönch, der sowohl im Westen als auch in Lingshed zu Hause ist, hat ihnen in ihrer Sprache und mit anschaulichen Beispielen verdeutlicht, wie wichtig es ist, lesen und schreiben, rechnen und Englisch zu können - auch in diesem abgeschiedenen Teil der Welt. Christian Hlade und die Projektmitarbeiter haben in vielen Gesprächen mit dem Bürgermeister von Lingshed, den Dorfältesten, Männern und Frauen und den Mönchen geklärt, weshalb wir diesen Anstoß zur Entwicklung geben wollen.
Das Beispiel Solarschule hat auch schon Früchte gebracht.
Die lokale Regierung hat neben der Solarschule weitere Gebäude errichtet: ein kleines Internat und eine weitere Schule. Nun besuchen statt 20 Kindern, wie es zu Beginn unserer Freundschaft mit dem Dorf war, schon 120 Kinder die Schule, die sich mittlerweile zur Zentralschule der gesamten Region entwickelt hat. Aus einer fünfklassigen Volksschule wurde eine achtklassige Middle School, die Kinder aus den umliegenden Dörfern mit einschließt. Die ladakhische Regierung bezahlt nun auch alle Lehrerinnen und Lehrer. Friends of Lingshed finanzieren den Winterunterricht.
Nachhaltigkeit unserer Arbeit ist das zentrale Anliegen der Friends of Lingshed. |
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